Teresa Schade

Vielleicht lässt sich eine Vita auch anders erzählen. Nicht nur über Stationen, Abschlüsse und das, was man einmal beruflich gemacht hat, sondern über die Dinge, die einen im Alltag begleiten, über Menschen, die geblieben sind, und über das, wofür man sich begeistern kann. Ich liebe gutes Essen. Sehr. Und über Spaghetti mit Tomatensoße lasse ich nichts kommen. Manchmal ist das Glück erstaunlich einfach.
Eine ganz besondere Verbindung habe ich zur Nordsee. Ich liebe ihre raue Seite, den Wind, das Meer, das wechselnde Wetter und dieses Gefühl, dass dort alles ein bisschen ursprünglicher ist. Die Nordsee kann wunderschön sein, aber sie bemüht sich nicht darum, jedem zu gefallen.
Lesen gehört zu den Dingen, in denen ich mich wunderbar verlieren kann. Besonders in Rom Coms. Ich habe ein ganzes Bücherregal voller Liebesgeschichten und bin durchaus in der Lage, mich darin von der ersten bis zur letzten Seite vollkommen zu verlieren. Ich fiebere mit, ärgere mich, hoffe, leide und freue mich. Als ginge es um Menschen, die ich tatsächlich kenne. Ich schreibe selbst gerne, weil ich diese Art des Denkens liebe: ein Gedanke, der irgendwo anfängt, eine kleine Beobachtung, die plötzlich wichtig wird, eine Frage, die sich nicht sofort beantworten lässt. Schreiben bedeutet für mich, genauer hinzusehen.
Mein wichtigster Mensch dabei ist mein Mann. Wir sind ziemlich genau das, was man sich unter Topf und Deckel vorstellen könnte, nur vermutlich mit etwas mehr Eigensinn auf beiden Seiten. Uns verbindet sehr viel, und ich bin dankbar, jemanden an meiner Seite zu haben, mit dem sich das Leben teilen, diskutieren, lachen und auch einfach schweigend aushalten lässt. Am liebsten verbringe ich meine freie Zeit deshalb mit ihm und unseren beiden Söhnen. Wir sind gerne draußen, erkunden Wälder und Berge, gehen wandern und schauen, wohin uns der nächste Weg führt.
Vielleicht ist das überhaupt eine ganz gute Beschreibung von mir: Ich mag Menschen, die bleiben. Geschichten, in denen man versinken kann. Fahrräder, die einen irgendwohin bringen. Die Nordsee, die sich nicht um gute Laune bemüht. Bewegung, die den Kopf wieder sortiert. Gutes Essen. Und ein Leben, das nicht perfekt sein muss, um sich richtig anzufühlen. Und ja, manchmal bin ich ungeduldig. Manchmal schieße ich übers Ziel hinaus. Aber vermutlich gehört auch das dazu. Schließlich wäre eine Vita über mich ohne ein paar Ecken und Kanten auch nicht ganz ehrlich.
Beruflicher Werdegang
- Seit 2023 - staatlich anerkannte Sozialarbeiterin
Mit dem Schwerpunkt Kindheitspädagogik, sowie Kinderarmut und ihren Auswirkungen sowie den Möglichkeiten sozialer Arbeit. - 2026 - Content Creatorin und Autorin
Mich interessieren die Geschichten hinter den Geschichten. Das Ungesagte, die Widersprüche und die kleinen Momente, in denen sich etwas Wesentliches zeigt. - 2026 - Systemische Biografiearbeit
Mich interessiert, was uns geprägt hat, welche Geschichten wir mit uns tragen und wie daraus neue Wege entstehen können. - 2024 Traumapädagogik
Meine Grundhaltung ist geprägt von der Überzeugung, dass hinter jedem Verhalten ein guter guter Grund steckt, auch wenn er auf en ersten blich nicht sichtbar ist. - 2014-2021 Erzieherin in der Kinder & Jugendhilfe
Geprägt von Emmi Pickler und bindungsorientierter Pädagogik. Beziehung statt Erziehung.